Vorgeburtliche Bindungsförderung

Vorgeburtliche Bindungsförderung

Vorgeburtliche Bindungsförderung nach Raffai
(Bindungsanalyse)
…eine „andere“ Art der Schwangerschaftsbegleitung

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In unserer Gesellschaft werden Frauen heute durch äußere und eigene Ansprüche sehr verunsichert. Mit der anerkannten Methode der Schwangerschaftsbegleitung der vorgeburtlichen Bindungsförderung wird es möglich mit dem Kind in eine tiefe Verbindung zu treten und sich gemeinsam angstfrei und intuitiv auf die Geburt vorzubereiten.
Seit mehr als 30 Jahren hat Raffai in Ungarn an mehr als 4350 Schwangeren die Bindungsanalyse angewendet. Dabei wurde beobachtet, dass diese Methode sehr tiefgreifende Wirkungen auf Schwangerschaft und Geburt hat. Auch die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes wurde positiv beeinflusst.

  1. Was versteht man unter vorgeburtlicher Bindungsförderung?
  2. Für wen eignet sich diese?
  3. Was erwartet Sie?
  4. Was sind die häufigsten Erfahrungen?

Wir freuen uns darauf Sie und Ihr Kind kennenzulernen!

Barbara Cattarius und Susanne Kreiter

  1. Was versteht man unter vorgeburtlicher Bindungsförderung?

Vielen ist bereits der Begriff „Bonding“ bekannt, bei der der liebevolle Kontakt kurz nach der Geburt zwischen Mutter, Vater und Kind gefördert wird.
Hier sprechen wir von einem vorgeburtlichen Bonding. Dieses trägt auf besondere Weise dazu bei, dass Beziehung und Bindung zwischen Mutter und Kind, sowie Vater und Kind von Anfang an wachsen und gelingen können. Eine gute, sichere Bindung ist der beste Start für das gemeinsame Leben als Familie und ein Geschenk für das Kind, von dem es sein Leben lang profitiert.

  1. Für wen eignet sich diese?

Sie eignet sich grundsätzlich für jede Schwangere, die ihr Baby auf eine ganz neue und berührende Weise schon im Mutterleib kennenlernen, eine Bindung mit ihm aufbauen und damit leichter in ihre Mutterrolle hineinfinden möchte.
Sie ist besonders empfehlenswert für Schwangere Frauen:

  • die in stressigen Lebenssituationen stehen oder wegen Ängsten vor der Geburt nur schwer Zugang zum Baby finden können.
  • die durch die Schwangerschaft und die Veränderungen im Körper, in der Partnerschaft, im Beruf etc. verunsichert sind.
  • die eigene schwierige Erfahrungen aus Schwangerschaft, Geburt oder eigener Kindheit nicht an ihr Baby weitergeben wollen.
  • die zuvor schon eine Fehlgeburt, eine Frühgeburt, einen Kaiserschnitt oder eine schwere Geburt erlebt haben.
  • bei denen Risiken den natürlichen Verlauf der Schwangerschaft beeinträchtigen.
  • die während der Schwangerschaft einen schweren Verlust erlitten haben.
  • die ihr Baby durch künstliche Befruchtung empfangen haben.
  1. Was erwartet Sie?

Die bereits bestehende Verbindung zu ihrem ungeborenen Kind lässt sich durch wöchentlich stattfindende Sitzungen vertiefen (jeweils 45 Minuten). Idealerweise beginnt man nach dem dritten Schwangerschaftsmonat.
Nach ausführlicher Anamneseerhebung schließen sich mehrere „Babystunden“ an, bei denen die Mutter bei der Kontaktaufnahme zu ihrem Baby begleitet wird. Auch der werdende Vater hat ebenso die Möglichkeit an den Sitzungen teilzunehmen und eine frühe Bindung zum Baby aufzubauen.
Etwa ab der 36. SSW beginnt die Ablösungsphase, die Mutter und Kind auf die bevorstehende Geburt vorbereitet.

  1. Was sind die häufigsten Erfahrungen?
  • Die innere Wahrnehmung der Frau wird gut eingestimmt auf ihren Leib, ihre Seele und das Ungeborene. So kann sie die Signale des Babys leichter verstehen.
  • Durch die vorgeburtliche Bindungsförderung findet die Schwangere zu ihrer natürlichen weiblichen Kompetenz und kann der Geburt mit persönlicher Stärke begegnen.
  • Mutter und Baby wachsen zu einem guten Team zusammen und erleben unter der Geburt wesentlich weniger Ängste und Schmerzen
  • Die Geburt wird natürlicher und kürzer
  • Die Notwendigkeit für geburtshilfliche Eingriffe nimmt deutlich ab
  • Kaiserschnittentbindungen sind sehr viel seltener, die natürliche vaginale Geburt ist die Regel
  • Frühgeburten sind bei Raffai in 0,2% aufgetreten (der Durchschnitt liegt bei 9,2% in Deutschland bzw. 12% in USA)
  • Die Erfahrung zeigt, dass Geburten meistens in einem Zeitfenster von fünf Tagen um den errechneten Geburtstermin herum stattfinden, ohne dass eine medizinische Einleitung erforderlich ist.
  • Die geringere Geburtsbelastung zeigt sich durch viel selteneres Schreien, unstillbares Schreien (sog. Schreibabys) tritt nicht auf.
  • Nach der Geburt wenden sich die Babys neugierig der Welt zu, sind emotional stabil, sozial kompetent und haben vollen Zugang zu ihren persönlichen Begabungen.
  • Tagsüber schlafen diese Babys seltener, nachts dafür länger, nach wenigen Wochen bereits sechs bis acht Stunden. Eltern klagen viel seltener über ein Schlafdefizit.
  • Die Verständigung mit den Babys nach der Geburt ist viel einfacher und der Umgang mit ihnen gelingt „vollständig intuitiv“. Sie haben ein gesundes Selbstbewusstsein, sind geduldig und verstehen auch die Bedürfnisse der Eltern.
  • Bei den mehr als 6750 Bindungs-Analysen von Raffai und seinen Kollegen in Europa und USA liegt die Rate an postpartaler Depression weit unter 1%. Durchschnittlich leiden in den Industriestaaten 19% aller Mütter nach Geburten an einer postpartalen Depression. Dieser Umstand wurde bislang in der Gesellschaft zu wenig wahrgenommen.
                      (Quelle: Dr.med. G. Schroth, http://schroth-apv.com/